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Geschichte Planitz
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Im Januar 1430 wüteten die Hussiten im Dorf und brannten neben der Burg auch etliche Gehöfte und Häuser nieder. Viele Menschen verloren ihr Leben, fast alle Hab und Gut. Der anschließende Neuaufbau des Herrensitzes geschah in mehrjähriger Fronarbeit und gab ihm einen schlossartigen Charakter. Die Herren von der Planitz wurden 1522 von Kaiser Karl V. (1500–1558) zu Edlen erhoben. Zu den ersten mit diesem Titel zählten die Ritter Rudolph und Hans von der Planitz. Hans diente dem Kurfürsten eine Zeit lang als Rat und Gesandter und war mit Dr. Martin Luther (1483–1546) befreundet.

Es kam eine Zeit der ständigen Besitzerwechsel. Kurfürst August (1526–1586) erwarb 1563 die aus der Auerbacher Herrschaft stammenden Orte Neustädtel, Stützengrün, Schönheide und Schnarrtanne von den Planitzer Besitzern. Christoph von der Planitz musste 1572 den Stammbesitz mitsamt dem Schloss für 40.000 Gulden an Georg von Schönburg auf Glauchau und Waldenburg verkaufen. Somit endete die Herrschaft derer von der Planitz, nur der Name blieb erhalten. Dieses Rittergeschlecht geht als treue Vasallen des jeweiligen Herrscherhauses in die Geschichte ein. Es musste jedoch, wie viele andere Herrschaften auch, der Umstellung von Natural- zur Geldwirtschaft Tribut zollen.

Der „Kurfürstliche Sächsische und Fürstlich Anhaltinische Rat“, Juraprofessor der Wittenberger Universität, Diplomat, Kirchen- und Schulvisitator, Dr. jur. Joachim von Beust (1522–1597), wurde der neue Herr in Planitz. Er erwarb am 1. Mai 1579 die Herrschaft Planitz mit Voigtsgrün für 40.500 Gulden von Georg von Schönburg. Außerdem gehörten noch weitere Dörfer beziehungsweise Teile davon dazu, wie Hirschfeld, Lauterholz, Wolfersgrün, Haara, Wiesen und Leutersbach. Am 7. September 1584 übernahm dann Heinrich von Beust (1559–1627) von seinem hochgebildeten und geachteten Vater die Planitzer Herrschaft. Der Name „Beust“ ist nicht nur durch die Stiftung vom Kohlberg auf das engste mit Planitz und den hier ansässigen Menschen verbunden. Als weiteres Beispiel sei die großzügige Förderung des Umbaus der Schlosskapelle St. Niclas zur Schlosskirche (1585–1588), verbunden mit mancher Schenkung (Altar, Taufstein, Bibel u. a.), genannt.



 

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