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Geschichte Planitz
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Planitz wechselte den Eigentümer, denn es kam am 14. Juli 1617 in den Besitz von Christoph von Reibold, Herr von Netzschkau. Er und Heinrich von Beust hatten ihre Güter getauscht. Der Kurfürstlich-Sächsische Oberkämmerer Rudolph Apel von Vitzthum erwarb Planitz bereits ein Jahr später. Noch im selben Jahr gelangte der Zwickauer Rat mit Wirkung vom 5. Oktober für 75.000 Gulden in den Besitz des Rittergutes. Am 2. April 1623 kaufte der Landesherr Johann Georg I. (1585–1656) das Planitzer Gut mit Voigtsgrün für 79.437 Gulden, da Zwickau wegen des Dreißigjährigen Krieges dringend Geld benötigte.

Es folgte die Zeit der Not und des Elendes. 1625 forderte die Pest 43 Tote. Genau einhundert Jahre später wird diese tödliche Krankheit die letzten Opfer in Planitz fordern. Der Dreißigjährige Krieg verwüstete ganze Landstriche mit Dörfern und Städten. Im August 1632 plünderte der kaiserliche General Holk (1599–1633) bei der Besetzung Zwickaus auch Planitz. Schon im August des Folgejahres „besuchte“ Heinrich Holk erneut den Ort, raubte und plünderte, was irgendwie wegzuschaffen war. Am 16. Juli 1640 brannten schwedische Reiter des Generals Johann Baner (1598–1641) bei einem Ausfall aus Zwickau gegen die kaiserlichen Truppen Schloss und Rittergut nieder, wobei auch die Kirche in Mitleidenschaft gezogen wurde. Ein Jahr später trieben es schwedische und kaiserliche Truppen unter General von Borry noch toller; sie plünderten und brandschatzten, was ihnen unter die Hände kam.

Das Rittergut – oder was von ihm übriggeblieben war – musste 1662 an Ernst von Schönburg verpfändet werden, der es 1667 an Graf Heinrich von Promnitz, den Enkel von Schönburgs, weiter verpfändete. Am 14. November 1673 hielt Kurfürst Johann Georg II. (1613–1680) in Anwesenheit der Herzöge von Altenburg, Halle und Zeitz auf Planitzer Flur eine Generalmusterung über 8000 Mann ab, um mit dem Heer gegen die Franzosen zu ziehen. 1676 endete diese Zeit der Verpfändung. Der jagdbegeisterte Kurfürst tauschte mit den drei Brüdern von Arnim per 21. März 1689 Planitz gegen das Rittergut Pretzsch bei Wittenberg (wegen der besseren Jagdbedingungen) ein. Das Rittergut Planitz mit Ober- und Unterheinsdorf, Cainsdorf, Wilkau mit Hammerwerk und Mühle, Walda bei Hain, Neusorge bei Mittweida, Rottmannsdorf, Voigtsgrün und Irfersgrün kamen an den ältesten Bruder, den Leutnant Johann Georg von Arnim (1656–1721), der für 51.000 Gulden die Herrschaft übernahm. Am 18. März 1698 unterzeichnete August der Starke (1670–1733) die Lehnsurkunde für die von Arnims. Der Neubau von Schloss und Gutgebäude, die man nun in einem Viereck zusammenfasste, wurde 1691 durch den Kammerherrn Johann Georg von Arnim in Angriff genommen.



 

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