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Geschichte Planitz
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In den 1860er Jahren verbesserte sich die medizinische Betreuung der Planitzer Bevölkerung. Etwa um 1860 siedelte sich mit Dr. Edmund Leipold ein „Arzt erster Klasse“ in Planitz an. Um sich pharmazeutisch versorgen zu können, mußten sich die Menschen zu den Apotheken in Zwickau (zwei Stück) oder Kirchberg begeben – eine langwierige und aufwendige Angelegenheit. Hermann Poppe (1833–1891) gelang es endlich, per 11. August 1863 die Konzession zur Einrichtung einer Apotheke zu bekommen. Er richtete die Apotheke im vorhandenen Wohnhaus der heutigen Cainsdorfer Straße 2 ein und eröffnete sie am 26. Juni 1864. Auf diesem Gelände war wahrscheinlich im 13. Jahrhundert ein Friedhof mit einer Fronleichnamskapelle angelegt worden.

Auf dem Galgenberg fand 1815 die letzte Hinrichtung in Planitz statt. Das Rittergut besaß seine eigene Gerichtsbarkeit, die am 14. Mai 1856 an das Amtsgericht Zwickau überging. Bis 1857 diente die Fronveste mit den alten Schließeisen noch als Gefängnis für die sechs Amtsdörfer. Gleichzeitig war im Haus die Wohnung des Amtsfrons untergebracht. Der oben erwähnte Galgenberg wurde übrigens 1908 in Alexanderhöhe umbenannt. Der Besitzer des Höhenrückens, der Königlich Sächsische Kammerherr und Ritter des Johanniterordens Alexander Joseph Karl Bernhard von Arnim (1848–1909), wurde zum Namensgeber der Alexanderhöhe. Der Erzgebirgsverein pachtete das Stück Land 1906 und erwarb es schließlich 1931 von der Kirchgemeinde.

Cainsdorf, mindestens seit 1551 zu Planitz gehörend, wurde 1867 aus Planitz ausgepfarrt und damit zur selbständigen Gemeinde. Dies wurde notwendig, da sich sowohl Planitz als auch Cainsdorf ständig vergrößerten. In den folgenden fünfzig Jahren wuchs vor allem die Planitzer Bevölkerung weiter stark an. Waren es 1826 noch 967 Einwohner, stieg sie 1849 bereits auf 1710 und bis zum Jahr 1870 auf 7594 Einwohner. Obwohl es nur 4 Kohleschächte und 7 Fabriken gab (u.a. produzierte man in Planitz Wäsche, Zigarren, Kartons, Stühle), lebten hier sehr viele Berg- und Lohnarbeiter, für die zunehmend ärmliche Häuser und Wohnungen entstanden. Planitz entwickelte sich zu einem Arbeiterwohnort. Bis 1900 betrug der jährliche Bevölkerungszuwachs 500 Personen, wobei sich die durchschnittliche Zahl der Hausbewohner von 7 auf 21 erhöhte! Die Gesamteinwohnerzahl pegelte sich schließlich bei etwa 24.000 Einwohnern (ohne Cainsdorf) ein. Eine Zählung am 1. Dezember 1900 ergab 21.618 Einwohner in 1029 bewohnten Gebäuden auf einer Gesamtfläche von fast 637 ha. Arbeit fanden die Menschen jedoch vorwiegend in Zwickau, in den Steinkohlenschächten oder in den umliegenden Orten, in denen sich größere Industriebetriebe befanden.



 

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